Die Gruppenregeln, -strukturen und -vereinbarungen bilden die verlässliche Basis der Alltagsgestaltung
Sie gewährleisten, dass die täglichen Abläufe wie Gruppen- und Raumpflege, Zubereitung des Essens und Aufräumen der Küche, Aufstehen und Schlafengehen, aber auch der Schul oder Ausbildungsbesuch gemeinsam eingeübt und unterstützt werden. An Schultagen wird das Mittagessen zentral gekocht. An anderen Tagen kochen die Wohngruppen mit den Pädagogen selber. In der Zuverlässigkeit der Vereinbarungen im Lebensalltag der einzelnen jungen Menschen (u.a. Taschengeldausgabe, Hygieneplan, Vereinbarungen) werden die Pädagogen als verlässliche erwachsene Vorbilder erlebt. Weitere Elemente werden sein:
● Gruppenunternehmungen und -aktivitäten fördern das Miteinander in der Freizeit. Hier können Ideen und Bedürfnisse der Einzelnen in der Planung berücksichtigt werden
● Einzelgespräche aber auch Gruppengespräche mit diversen Methoden z.B Reflecting Teams
● Lebenspraktische Methoden: Mietvertrag für das Zimmer, Kassendienst Gruppenkasse etc
● Fahrradausflüge, Klettern im Freien und im Kletterwald, vertrauensbildende abenteuerpädagogische Angebote, Schwimmbadbesuche, Wandern, Grillen in der näheren Umgebung.
● Miteinander Einkaufen, Backen und Kochen in der Gruppenküche (u.a. an jeweiligen religions- oder kulturspezifischen Festen)
● Gemeinsame Kinobesuche und DVD-abende werden thematisch gestaltet und begleitet.
● Unterstützung der Teilnahme am Vereinsleben
● Gruppenrat
Insbesondere die Alltagsplanung soll den jungen Menschen ein Bild davon vermitteln, wie eine eigenständige Lebensorganisation funktionieren kann.
1. Weckdienste - Sicherstellen, dass die jungen Menschen zur Schule/Arbeit/Ausbildung kommen.
Der Weckdienst gilt selbstverständlich auf für diejenigen, die zur Zeit nicht beschulbar o.ä sind. (Tägliches Ausschlafen ist keine Option) Die jungen Menschen, die noch nicht ins Bildungssystem integriert wurden erhalten alternative Aufgaben in der Zeit.
2. Essen
Vollverpflegung, gemeinsames Kochen von Mahlzeiten an einzelnen Wochentagen. Am Wochenende wird gemeinsam gekocht. Gemeinsames Essen.
3. Wohngruppendienste
Wohnräume, Bäder, Küchen und Flure werden von den BewohnerInnen und den pädagogischen MitarbeiterInnen gemeinsam gestaltet und gepflegt. (Natürlich nach Absprache mit der Hauswirtschaftskraft)
Wäschepflege wird unter Kontrolle der pädagogischen MitarbeiterInnen von den BewohnerInnen selbständig erledigt.
4. Zimmerpflege
Die eigenen Zimmer werden von den BewohnerInnen ggf. mit beratender Unterstützung der pädagogischen MitarbeiterInnen selbständig in Ordnung gehalten. Es ist Teil des Beziehungsaufbaus, dass mit den jungen Menschen gemeinsam das jeweilige Zimmer „personalisiert“ wird. Dafür steht den Bezugsbetreuern und dem Bewohner/der Bewohnerin ein festes Budget zur Verfügung.
5. Regelm. Termine
Arzt – und Behördentermine werden entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstandes (und den Deutschkenntnissen) gemeinsam oder zunehmen eigenständig vereinbart und wahrgenommen.
6. Aktivitäten mit der Bezugsbetreuung (Päd. Arbeit)
Arbeit an der Erziehungsplanung
7. Vereine
Die Hobbys in den Vereinen werden nach der begleiteten Anmeldung und Hospitation eigenständig wahrgenommen. Die jungen Menschen werden an ihre Termine im Verein erinnert und zu Festivitäten (z.B einem Fußballspiel) wenn personell möglich, begleitet.
8. Einkäufe
Hygieneartikel- und Bekleidungseinkäufe werden mit den pädagogischen MitarbeiterInnen gemeinsam geplant und entsprechend des jeweiligen Entwicklungsstandes (und den Deutschkenntnissen) gemeinsam oder zunehmen eigenständig vereinbart und wahrgenommen. Hierbei spielt natürlich das Thema „Umgang mit Geld eine entscheidende Rolle)
9. Möglicher Tagesablauf
06.00 – 07.00 Weckdienste
07.00 – 08.00 Frühstück (vorbereiten) und aus dem Haus - Schule, Ausbildung etc. 08.00 – 12.00 Wohngruppendienste, pädagogische Arbeit, administrative Tätigkeiten, hauswirtschaftliche Tätigkeiten, planerische Tätigkeiten, Begleitung von Terminen.
12.00 – 13.00 Mittagessen vorbereiten
13.00 – 14.00 Mittagessen - gemeinsam - Während der gesamten Mittagessenszeit ist ein Kollege ausschließlich in der Küche um die Zeit des “Ankommens” zu begleiten und zusammen mit den Kindern zu essen.
14.00 – 17.00 pädagogische Arbeit, Wohngruppendienste, Freizeit, Hausaufgaben, Termine, Zimmerpflege
17.00 – 18.00 Abendessen vorbereiten
18.00 – 19.00 Abendessen
19.00 – 22.00 Freizeit, pädagogische Arbeit
22.00 – 24.00 Zu Bett gehen, Vorbereitungen für den Folgetag
24.00 – 06.00 Nachtruhe
